Tantra Yoga

Energietanz in der Liebsequelle nach Herz-Meister Kirill


Von der Hure zur Heiligen 


Jede Frau trägt die beiden entgegen gesetzten Anteile der Heiligen und der Hure in sich, jeder Mann den König und den Bettler. Die Kraft und Schönheit einer Frau und eines Mannes zeigen sich ganz offensichtlich und natürlich, wenn beide Pole frei und in Harmonie sind und mit der Liebesenergie der Herzens gelebt werden können. In verschiedenen Kulturen wie Griechenland wurden in früheren Zeiten Frauen als Tempelpriesterinnen verehrt. Frauen, die ihre sexuelle Energie mit den Männern, die zu ihnen kamen, teilten und dadurch sie und ihr Vorhaben segneten. Die Frauen, die für diesen Weg geeignet und auserwählt wurden, durchliefen eine klare und harte Ausbildung. Im Tempel war es eine ihrer ersten Aufgaben sich jedem männlichen Gast sexuell anzubieten. So lernten sie unter anderem das Ritual der Sexualität als etwas selbstverständliches anzusehen. Sie lernten die eigenen Emotionen und persönlichen Vorstellungen wegzulassen und die Abhängigkeit und Verbindung der Sexualität zu einer bestimmten Person aufzulösen um davon frei zu sein. Außerdem wurden sie in Energiearbeit unterrichtet, wodurch sie imstande waren, ihre Energie bewusst zu erleben, zu stärken und zu kanalisieren. War es ihnen dann noch möglich, ihre Liebe, Freude und Präsenz in diesen Ritualen zu leben, hatten sie einen bestimmten Initiationsgrad erreicht. Diese Priesterinnen wurden aufgrund ihrer energetischen Ausstrahlung, Klarheit, Präsenz und reinen, kosmischen Liebe von Männern sowie Frauen geehrt und geachtet, sie wurden um Energieübertragung und Rat gebeten. Es gibt auch heute noch Huren, die ihren Beruf als Berufung verstehen und ihn mit Freude, Präsenz, Klarheit und Liebe ausüben und alleine dadurch, jedem männlichen Gast, etwas größeres, unbezahlbares mitgeben, als es die reine Sexualität des unteren Wurzelchakras je vermag. Die ehemalige Wertschätzung ist jedoch größtenteils in Verachtung umgeschlagen.

Shakti Tjana-Marja


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